Bleierne Hitze

von Baru nach Jean Vautrin

 

Held der Geschichte, die in den 1970ern spielt, ist der Junge Joachim, der auf einem Bauernhof in Frankreich lebt. Er träumt davon, der Gangsterboss Aniello Dellacroce zu sein, mit dem er sich so sehr identifiziert, dass er permanent Selbstgespräche mit ihm führt. Durch Zufall stolpert er über die etwa 10 Millionen Francs schwere Beute des echten amerikanischen Gangsters Jimmy Cobb, der auf der Flucht vor der Polizei und seinen ehemaligen Kumpanen auf dem Bauernhof Zuflucht sucht…
Wie eine Initialzündung tritt das Verbrechen in das noch nicht einmal mehr scheinbar geordnete Leben der bäuerlichen Familie ein. Mit knappen Texten und eindringlichen Bildern gelingt es Baru, die Geschichte präzise und spannend zu erzählen, wobei er seinen Protagonisten Joachim mit erschreckender Logik tatsächlich die Laufbahn des Verbrechers einschlagen lässt.

Klappenbroschur    116 S., farbig    20,00 €

Pressestimmen:

 

"Baru-Fans können sich freuen – es sind gleich zwei neue Alben vom Chronisten des Underdog- und Outsider-Lebens erschienen. Das dynamischere Album ist Bleierne Hitze, dass Baru nach einem Krimi von Jean Vautrin gezeichnet hat (1984 als Dog Day – Ein Mann rennt um sein Leben mit Lee Marvin verfilmt)."

Quelle:  http://comickunst.wordpress.com/2013/06/18/bleierne-hitze-wieder-unterwegs/  am 1.07.2013

 
"Beim Großverlag Carlsen, der ihn zunächst verlegte, hat man Baru denn auch abgeschafft, doch in die klaffende Lücke ist die kleine Wuppertaler Edition 52 gestoßen, die bereits fünf Alben übersetzt hat. Das sechste ist jetzt gerade erschienen, und wo man sich bislang dazu oft mehrere Jahre Zeit ließ, ist der Abstand zum französischen Original diesmal auf nur wenige Wochen geschrumpft – sensationell."
 
„Bleierne Hitze“ ist ein graphisches Fest – wenn Sie gute Nerven haben."
 
Quelle:  Andreas Platthaus  FAZ
 
"Das auch in Frankreich dieses Jahr erschienene Werk „Bleierne Hitze“ scheint das exakte Gegenteil von „Wieder unterwegs“ zu sein und basiert auf Jean Vautrins gleichnamigem Roman noir. Adaptionen macht Baru zwar ungern, und wenn, nur aus Freundschaft, aber Vautrin sei ein alter Kumpel.  Baru schwärmt über dessen Fähigkeit, die menschliche Seele zu durchforsten und offenzulegen, zu welchen Abscheulichkeiten sie fähig ist.
„Wäre er ein Amerikaner, würden die Franzosen ihn zum Genie erklären.“ Die Geschichte von „Bleierne Hitze“ habe ihn interessiert, weil sie auf dem Land spielt.
 
Quelle: TAZ, am 9.06.2013